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Podcast erstellen: Es sind nur 3 Schritte! (Tutorial)

Audio Marketing liegt im Trend. Nicht nur bei den Hörern, sondern vor allem bei Publishern. Den eigenen Podcast erstellen geht leider von der Hand, als viele denken. Wie du vorgehst, welche Geräte sowie Aufnahmeprogramme empfehlenswert sind und wie du deinen Podcast produzierst, erfährst du in diesem Blog Artikel. Im Anschluss besprechen wir wo du deinen Podcast hochlädst, wie er sich verbreitet und wie du Wiederkennungswert schaffst!

Podcast erstellen in 3 Schritten Tutorial

3 Schritte bis zum eigenen Podcast

Im Grunde lässt sich der gesamte Prozess von der Idee bis hin zur ersten eigenen Folge in 3 Schritte unterteilen:

  1. Planung
  2. Produktion
  3. Veröffentlichung

Viele machen den Fehler und überspringen die Planungs-Phase und starten wild drauf los. Mehr als Erfahrungspunkte sammeln die Wenigsten. Mit einer guten Planung gehst du vielen Stolpersteinen aus dem Weg und baust deinen Podcast von Beginn an auf einer soliden Basis.

Die Planung beim Podcast erstellen spart viel Arbeit
Mit 10 Minuten Planung ersparst du dir 1 Stunde Arbeit.

Welche Gedanken im Vorfeld ausschlaggebend sind, besprechen wir später noch ausführlich.

In Schritt 2 geht die Praxis los. Erfahre in dem Abschnitt, welches Setting optimal ist, wie du deine Stimme aufnimmst und im Anschluss bearbeitest. Zudem fertigen wir einen Mixdown in Form einer Audio-Datei an.

Folglich behandelt Schritt 3 die Veröffentlichung: Hier klären wir die Frage, wo du deinen Podcast hochlädst, welche Hoster es gibt und wie du deine Episoden verbreitest.

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Geräte und Software für die Podcast Aufnahme

Für eine Podcast Produktion bedarf es nicht viel. Bei Spontanität lässt sich sogar unterwegs eine Episode aufnehmen! Im Homestudio setzen wir auf USB Mikrofon und PC/Laptop. Unterwegs ist ein gutes Ansteckmikrofon für Smartphones bzw. Audio Recorder eine Alternative.

Im Folgenden beschränken wir uns auf die Aufnahme im (Heim-)Studio.

Ein Mikrofon für Podcast

Dank moderner Technik ist heute nicht viel Equipment nötig. Gute USB Mikrofone sind wie geschaffen für den Podcast. Da es zum Mikrofon viel zu klären gibt, findest du eine Kaufberatung in einem separaten Artikel.

Zum Mikrofon brauch es noch etwas Zubehör.

Auch das liest du besser im gerade verlinkten Artikel nach. Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Für ein USB Kondensatormikrofon brauchst du folgendes Zubehör:

Zusätzlich sind Kopfhörer praktisch. Bietet dein Mikrofon die Funktion „Direct Monitoring“, hörst du dich selbst, was dir ein besseres Gefühl für die Aufnahme verleiht.

Aufnahmeprogramm (DAW)

Hast du das passende Mikrofon gefunden, geht es weiter mit der Software. Bei manch einem Mikrofon liegt eine Software bei. Ist dies nicht der Fall, gibt es mit Audacity ein vernünftiges Aufnahmeprogramm als kostenlosen Download. Audacity bietet sämtliche Funktionen, die du für die Produktion deines eigenen Podcasts brauchst.

Podcast produzieren: Aufnahme, Schnitt und Mixing

Zuallererst stellen wir sicher, dass das Aufnahme Setting stimmt.

  1. Wir beseitigen alle potenziellen Störgeräusche. Schließ das Fenster, stelle dein Handy auf lautlos und kümmere dich um alles weiteres, was dich eventuell bei der Aufnahme stört bzw. unterbricht. Wohnst du nicht allein, hängst du am besten noch ein Schild an deine Tür und bittest deine Mitbewohner nicht gerade in diesem Moment den Staubsauger einzuschalten.
  2. Kondensatormikrofone sind empfindlich und nehmen leiseste Geräusche wahr. Dazu gehört auch die Reflexion des Schalls. Gegeben falls ist in deinem Zimmer eine Raumoptimierung notwendig. Alternativ schafft ein Mic-Screen Abhilfe. Doch bevor du weiteres Geld investierst, probiere das Mikrofon erstmal in Ruhe aus. Vielleicht ist es halb so schlimm. Wenn der Raum, vor allem die Wände, mit vielen Möbeln zugestellt sind, macht dies schon einiges aus.

Nachdem alle störenden Geräusche entfernt sind, geht es an die Aufnahme. Zuerst gilt es den richtigen Pegel für dein Mikrofon zu finden. Manche USB Mikrofone sind mit Reglern ausgestattet. Alternativ regelst du den Mikrofon Pegel über das Windows Menü bzw. deinem Aufnahmeprogramm.

Öffne den Mixer im Aufnahmeprogramm und schalte das Mikrofon ein.

Der richtige Pegel

Als nächstes besprichst du dein Mikrofon so wie du in deinem Podcast sprichst. Anhand des Mixers liest du nun den Pegel ab und passt das Signal an, damit es unter 0 dB steht. Als guter Regelwert dienen -3 dB. Denn bei einem Upload komprimieren manche Podcast Hoster die Datei erneut. Mit einem Wert unter 0 Dezibel bist du auf der sicheren Seite. Sprich: Deine Aufnahmen sind von Verzerrungen befreit.

Bei der Einstellung deines Mikrofons ist es empfehlenswert etwas Zeit zu investieren. Hast du erstmal das optimale Aufnahme-Setting gefunden, steht einem regelmäßigen Podcast nichts mehr im Wege!

Achtung: Es ist vollkommen natürlich, dass beim Sprechen laute und leisere Stellen entstehen. Achte darauf, dass du die 0 dB auch bei lauter Aussprache nicht überschreitest. Wie du diese „Schwankungen“ in der Stimme ausgleichst, klären wir im nächsten Schritt.

Bearbeitungsschritt 1: Der Schnitt

Die Folge ist im Kasten? Super! Dann geht’s weiter mit dem Schnitt.

Bei diesem Bearbeitungsschritt sorgen wir für die Grundlage des späteren Abmischens. Mit der Schneide-Funktionen führen wir folgende Schritte aus:

  • Entfernen von Sprechpausen und Atemgeräuschen
  • Zuschneiden von Anfang und Ende
  • Einfügen von Intro und sonstigen Einspielern

Bearbeitungsschritt 2: Abmischen mit Effekten

Jetzt hast du die die fertige Rohaufnahme vor dir. Sie ist zurechtgeschnitten und eigentlich bereit für die Veröffentlichung. Eigentlich… Denn nun verleihen wir der Podcast Folge soundtechnisch einen Feinschliff!

Unter Abmischen bzw. Mixing ist der Prozess gemeint, der die Tonspur aufwertet bzw. korrigiert. Ohne Effekte klingen Aufnahmen manchmal zu trocknen. Es klingt, als fehlt etwas. Andere Töne wiederum empfinden wir als nervend. Um das zu umgehen nutzen wir vor allem zum Beginn zwei Effekte.

  1. Equalizer: Mit diesem Tool entfernen wir störende Frequenzen und korrigieren dort, wo es nötig ist.Kompressor
  2. Kompressor: Der Kompressor sorgt für ein homogenes Soundbild. Leise Stellen werden verstärkt, während laute Aussetzer dementsprechend verringert werden. Die Lautstärke klingt anschließend gleichmäßiger.

Beide Tools sind in Audacity erhalten. Meiner Meinung nach lernt man dies am besten durch Videos. Bevor ich hier großartig die Funktionen und einzelnen Schritte erkläre, findest du hier 2 gute Videos zum Thema vor!

Bearbeitungsschritt 3: Mixdown

Bist du zufrieden mit dem Klang der Aufnahme?

Dann wird es Zeit für den Mixdown. Erstelle die Audiodatei, die wir später bei einem Podcast Hoster hochladen. Am besten wählst du MP3.

Podcast Hosting: Zeige der Welt deine Aufnahmen

Nachdem deine erste Folge fertig ist und bereit zur Veröffentlichung steht, begegnen wir der nächsten Frage: Wo laden wir den Podcast hoch? Du hast mehrere Möglichkeiten.

  1. Auf dem eigenen Blog (z.B. per www.soundcloud.com)
  2. iTunes
  3. Spotify

iTunes ist die Anlaufstelle für Podcast schlechthin. Doch in den letzten Monaten steigt vor allem die mobile Nutzung der Spotify-App rasant an. Daher lohnt es sich beide Podcast Anbieter abzudecken. Denn Android-Nutzer bleibt der Zugriff auf die iTunes-App verwehrt.

Um diesen Schritt möglichst simpel zu halten, nutzen wir zum Veröffentlichen und Hochladen eine Podcast Software. Für den Anfang lohnt es sich www.podcaster.de genauer anzuschauen. Bereits ab 1 Euro pro Monat steht der Veröffentlichung nichts mehr im Wege.

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Verleihe deinem Podcast Wiedererkennungswert

Zum Abschluss besprechen wir noch, wie du dich von der Masse abhebst und deinen eigenen Podcast erfolgreich etablierst. Vorab: Es ist vor allem Durchhaltevermögen gefragt.

Wenn du diesen Artikel liest, hast du bestimmt schon eine Idee für deinen Podcast parat. Falls nicht, dass liefert dir dieser Artikel ein paar Ideen:

Damit dein Podcast auf Dauer besteht ist Branding nicht zu vernachlässigen. Du brauchst Wiedererkennungswert. Ein Name, der sich gut einprägt –  ein Logo, dass sich abhebt. Folgende Punkte sind einige Gedanken wert:

  • Stimme
    • Namen
    • Intro
    • Thumbnail

Das erste was deine zukünftigen Hörer von dir hören ist deine Stimme. Okay, brauch ich dir vermutlich nicht sagen. Doch viel wichtiger: Neue Zuhörer richten ihre Sympathie nach einer Stimme aus! Experimentiere in der Aufnahme-Software, bis du den optimalen Klang deiner Stimme gefunden hast. Achte darauf, dass sie dennoch natürlich und angenehm klingt!

Was den Namen betrifft, prägt sich dieser besonders gut ein, wenn er aus 2 Elementen besteht.

Deine Nische + Individuelles (vertrautes) Wort

Beispiele gefällig?

Branding ist das A&O. Nimm dir die Zeit und notiere jede Idee. Egal wie absurd sie zu Beginn klingen mag. Mit der Zeit wirst du sicherlich den perfekten Namen finden!

Um den Wiedererkennungswert noch zu steigern sind einheitliche Intros sowie Thumbnails ziemlich hilfreich. Entweder besprichst du das Intro selbst – oder du holst dir eine bekannte Stimme.

Auf https://www.media-paten.com/sprecherkartei/bekannte-synchronsprecher/ findest du die besten Synchronsprecher. Wie cool wäre es denn, wenn die deutsche Stimme von James Franco oder Seth Rogen dein Intro spricht? Dies sorgt jedenfalls für noch mehr Aufmerksamkeit, wenn dein Podcast mit einer vertrauten Stimme startet.  

Mit Outsourcing noch schneller zum Erfolg

Du bist weder Designer, dich schrecken Mixing bzw. die Erstellung einer Titelmelodie ab? Und dennoch hast du keine Lust, auf deinen eigenen Podcast zu verzichten?

Kein Problem! Die Lösung heißt Outsourcing. Darunter verstehen wir, das Abgeben von verschiedenen Aufgaben. Sei es ein gutes Design, die Titelmelodie oder die komplette Produktion. Im Extremfall tust du nichts weiter, als die Texte in dein Mikrofon zu sprechen.

Dazu empfehle ich dir die Plattform www.fiverr.com*

Auf Dauer geht es unter Umständen ganz schön ins Geld. Probiere es vorerst ohne Hilfe von Dritten. Falls es nicht funktioniert, greifst du auf Freelancer zurück.

Fazit

Wie du siehst ist es gar nicht so schwer, einen Podcast zu erstellen. Plane dir ein paar Tage ein, produziere ein paar Folgen und schon beginnt deine Podcast Reise! Denk dran: Das wichtigste ist und bleibt Durchhaltevermögen. Bist du wirklich von deiner Podcast-Idee überzeugt, so findest du mit der Zeit garantiert Zuhörer. Bleib dran und mache deinen eigenen Podcast zum Erfolg!

Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg! Natürlich freue ich mich, wenn dir mein kleiner Leitfaden weitergeholfen hat. Noch mehr freue ich mich, wenn du deine erste Folge hier als Kommentar veröffentlichst, damit wir alle teilhaben können!

Bei weiterer Hilfestellung steht dir die Mikrofonwelt-Community auf Facebook zur Verfügung. Wir sind zurzeit noch recht klein. Tritt uns doch jetzt bei, um uns beim Wachstum zu helfen und wir kümmern uns um deine Fragen.


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