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Musik aufnehmen: Wie Du Deine eigenen Songs recordest!

Musik aufnehmen eigene Songs im Homestudio Titelbild

Eigene Musik aufnehmen [Tutorial]

Wie Du Schritt für Schritt eigene Songs recordest!

Du möchtest also endlich deine eigene Musik aufnehmen?

Dann kommt dieser Leitfaden wie gerufen!

Folgende Themen erwarten Dich:
  1. Wo du deine eigene Musik aufnehmen und produzieren kannst
  2. Wie du den Aufbau deines eigenen Homerecording Studios gestaltest
  3. Welches Equipment du für deinen Zweck brauchst
  4. Wie du deine Aufnahme bearbeiten kannst
  5. Wie du deine Musik verbreitest und bekannt wirst

Mithilfe des nachfolgenden Inhaltsverzeichnisses kannst Du auch direkt zu beliebigen Abschnitten springen. Falls du noch komplett neu in der Recording-Welt bist, empfehle ich das Tutorial komplett zu lesen.

Der Weg zum ersten Recording

 

Schön, dass du diesen Leitfaden zum Songs aufnehmen entdeckt hast!

Ich möchte dir den Einstieg in die wundervolle Welt des Recording möglichst einfach gestalten und verschiedene Möglichkeiten zeigen, wie du deinen eigenen Song aufnehmen kannst.

Ich selbst war auch in der Situation. Nach einigen Tagen Recherche beschloss ich einfach ein t.bone Mikrofon von Thomann für rund 70 € zu bestellen. Natürlich war ich zu Beginn recht begeistert von dem Klang. Aber genauso schnell kam auch Ernüchterung auf. So richtig toll und wie gedacht, klingt das alles nicht. Mein Fehler war, dass ich einfach wahllos Equipment gekauft hatte.

Damit du nicht die gleichen Fehler machst, erfährst du in diesem Artikel alles was du für den Einstieg wissen musst. Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Leitfaden bei jedem Abschnitt bis hin zur ersten eigenen Aufnahme helfen kann.

Bei offenen Fragen kannst du gerne einen Kommentar am Ende der Seite hinterlassen.


Für wen ist dieser Leitfaden?
Für jeden, der seine eigene Musik produzieren Möchte. Egal ob du nur einen Song aufnehmen möchtest oder gleich ein ganzes Musik Album produzieren wirst. Dabei ist es auch irrelevant, ob du deinen eigenen Gesang oder Rap aufnehmen möchtest.

Dieser Leitfaden begleitet dich durch den kompletten Prozess.

Vom ersten Mikrofon bishin zur fertigen Aufnahme!


Drei Möglichkeiten eigene Songs aufzunehmen

In diesem Leitfaden stelle ich dir drei Wege vor. Du bekommst mithin 3 Möglichkeiten, um deinen Song aufzunehmen. Ausreden gibt es jetzt keine mehr!

Tonstudio Mieten

Die wohl einfachste und zugleich kostspieligste Möglichkeit ist es, einfach ein professionelles Tonstudio zu mieten. Je nach Tonstudio sind unterschiedliche Leistungen gegeben. Dort kann man auch direkt seine Musik mixen und mastern lassen. Auf Dauer ist diese Möglichkeit durchaus kostenintensiv. Aus diesem Grund ist diese Möglichkeit für Beginner auch eher auszuschließen und richtet sich mehr an professionelle Musiker.

Finde ein Tonstudio in deiner Nähe

Musik aufnehmen mit einem USB Mikrofon

Wer als Hobby seinen eigenen Gesang aufnehmen möchte und es nur aus Spaß macht, ist mit dieser Methode gut beraten. In einem USB Mikrofon sind bereits sämtliche Elemente der Aufnahmekette integriert. Je nach Preisklasse ist demnach ein hochwertiger Sound möglich.

Somit reicht bereits ein USB Mikrofon für die Recordings vollkommen aus.

 


Auf Mikrofonwelt.de findest du auch vorgestellte Produkte. Eine Übersicht über die USB Mikrofone findest du nach einem Klick auf den Button:

Zu den USB Mikrofonen

Weitere Details rund ums USB Mikrofon verrät dieser Artikel:

Erfahre mehr zum USB Mikrofon

 


 

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, ein USB Mikrofon für Musikaufnahme zu verwenden. Gerade für die ersten Experimente gibt es keinen leichteren Einstieg. Außerdem sprechen diese Mikrofone den Hobby Bereich an. Wer jedoch seine Musik produzieren und veröffentlichen möchte, sollte lieber langfristig denken. Mit zunehmender Erfahrung bemerkt man den Unterschied zwischen einem guten USB Mikrofon und einem XLR Mikrofon. Außerdem sind die Mikrofonvorverstärker eines USB Mikrofons nicht in der Lage mit guten Preamps mitzuhalten.

Wer ein USB Mikrofon kauft, erwirbt ein kleines "Tonstudio". Bei einem XLR Mikrofon hingegen konzentriert sich der Hersteller auf das Wesentliche: die Wandlung von Schall in Elektrizität. Weitere Vorgänge wie die der Mikrofonvorverstärkung ist anderen Geräten überlassen.

Das sorgt zwar einerseits für höhere Anschaffungskosten. Andererseits auch für langanhaltende Zufriedenheit der eigenen Musik Aufnahmen.

Homerecording

Die dritte und vor allem langfristigste Lösung ist Homerecording.

Man holt sich das Tonstudio einfach nach Hause!

Hier ist zweifellos mit Bedacht vorzugehen. Leider habe ich damals zu sehr auf den Preis geachtet. Zwar kannte ich die Weisheit "Wer billig kauft, kauft zwei mal" - beachtet habe ich sie freilich nicht. So kam es, dass ich nach wenigen Monaten bereits erneut investierte. Ich holte mir zusätzlich ein das AKG C3000 und einen neuen Preamp.

Also: informiere dich gut, stelle dir einen Plan zusammen und teile dein Budget gut ein. Wenn du alle Schritte in dem Leitfaden beachtest, wirst du hochwertige Aufnahmen von zuhause produzieren können!

Dazu empfehle ich dir ganz klar ein XLR Mikrofon. Auch hier ergeben sich wiederum verschiedene Möglichkeiten.

Weiter unten zeige ich dir, wie du deine eigene professionelle Musik aufnehmen wirst. Wie bei so allem gibt es bei jedem Punkt Vor- und Nachteile. Auch was das Homerecording angeht, schwirren unzählige Fragen im Kopf.

Eine stellt sich zu Beginn wohl jeder:

Kann ich mein Mikrofon mit meiner Soundkarte verbinden?

Theoretisch: ja..

Praktisch? auf keinen Fall!

Wer dies schon einmal probiert hat, hat die Idee wieder schnell verworfen. Ein äußerst hohes Grundrauschen macht die Aufnahme unerträglich. Zudem sind Klinken-Mikrofone zumeist günstige Mikrofone, die für einfachste Anwendungen konzipiert sind. Die Aufnahme hochwertiger Gesangsspuren gehört jedenfalls nicht dazu.

Eigene Lieder im Homerecording

Auch hier bestehen verschiedene Möglichkeiten, um den Traum, eigene Lieder aufnehmen zu realisieren. Dabei geht es im nächsten Abschnitt also ums Homerecording Equipment. Genauer gesagt stelle ich dir Gesangsmikrofone, Audio Interfaces sowie Preamps vor.

Zuallererst gilt es noch zu klären welche Mikrofonart du für deine eigene Musik bevorzugst.   Falls du das Eqipment bereits besitzt, gelangst du hier zum nächsten Abschnitt:

 

 


Unterschied zwischen dynamischen und Kondensatormikrofonen

Die unterschiedlichen Mikrofone können grob in dynamische und Kondensatormikrofone unterteilt werden. Dabei unterscheiden sie sich vor allem in der Technik. Auch der Aufbau ist ein anderer. So kommen recht viele Unterschiede zustande. Wobei jedes Mikrofon seine Vor- und Nachteile hat bzw. für andere Anwendungen (un)geeignet ist.

Ein Kondensatormikrofon ist besonders empfindlich und kann aufgrund der leichteren Membran Schwingungen besser verarbeiten. Das bedeutet, dass die Aufnahme natürlicher klingt, da mehr Töne erfasst werden. Selbst ein Flüstern aus ein paar Metern Entfernung ist noch hörbar.

Dynamische Mikrofone hingegen sind bedeutend robuster. Die Membran ist vergleichsweise schwer und ist infolgedessen "schwieriger" zu bewegen. Aufgrund der robusten Bauweise ist es bestens für den Live-Einsatz geeignet. Außerdem benötigen Dynamische Mikrofone keine Phantomspeisung. Nachteilig ist hingegen der geringere Ausgangspegel, sodass es einer guten Mikrofonvorverstärkung bedarf.

Mehr Informationen zu den beiden Mikrofontypen findest du hier:

 


Welches Equipment Du brauchst

Deine eigene Musik aufnehmen kannst du auf verschiedene Wege. Am Anfang der Aufnahmekette steht natürlich das Mikrofon. Die Endstation ist die Recording Software, die Digital Audio Workstation. Dazwischen gibt es zahlreiche Varianten. Ich möchte dir hier den einfachsten und zugleich beliebtesten Methode zu deiner eigenen Recording Session vorstellen.

Vor nicht allzu langer Zeit war das Homerecording immens aufwendig und kostspielig. USB Audio Interface lösten dieses Problem und machen Homerecording denkbar leicht.

Dieses Zusammenspiel aus Recording Equipment ist bestens für den Einstieg geeignet.

  • XLR Großmembran Mikrofon
  • USB Audio Interface
  • (+ Mikrofonvorverstärker)

Ein Großmembranmikrofon ist ein Kondensatormikrofon, dessen Membran eine bestimmte Größe misst. Wie du oben bereits erfahren hast, ist es besonders empfindlich und genau so ein Mikrofon möchten die meisten verwenden. Außerdem spielt bei vielen noch der optische Fakt mit. Es macht einfach mehr Spaß vor einem großen Mikrofon zu singen, als wenn ein kleines Mikrofon in Verwendung ist.

Ein Großmembranmikrofon reicht für das eigene Musik aufnehmen noch nicht aus.


Equipment für ein Kondensator Großmembranmikrofon

Kondensatormikrofone benötigen zusätzliche Speisung. Dabei ist Phantomspeisung Standard und die Übertragung findet über ein simples XLR Mikrofonkabel statt. Statt einem Netzteil liefern auch Aufnahmegeräte die nötige Speisung.

Das kann einerseits mit einem passenden USB Audio Interface geschehen. Meist reicht die dazugehörige Mikrofonvorverstärkung bedauerlicherweise nicht aus. Aus diesem Grund ist in der Aufnahmekette ein Preamp zwischengeschaltet.

Ein Preamp - oder Mikrofonvorverstärker auf deutsch - verstärkt den Pegel des Mikrofons. Dabei ist es wichtig, dass dies so früh wie möglich geschieht! Jedes Gerät in der Kette fügt ein Rausch hinzu. Je später dieses Signal verstärkt wird, desto schlechter ist das Signal-Rausch-Verhältnis.

Folglich gestaltet sich der Aufbau wie folgt:

Tipp: Nutze am Besten Stift und Papier und fertige dir eine kleine Skizze an. Dies kann bei der Planung enorm helfen und lässt dich nichts vergessen. Nichts ist ärgerlicher, als nach großem Aufwand ein fehlendes Kabel zu bemerken.

Aufbau und Einrichtung im Homestudio

Das Mikrofon zum aufnehmen ist mit einem XLR Kabel am Mikrofonvorverstärker angeschlossen. Das Mikrofon selbst steckt in einer Mikrofonspinne, wodurch es eine elastische Aufhängung bekommt. Ein Stativ trägt die Spinne samt Mikrofon.

Das Signal erhält im Preamp eine Vorverstärkung und gelangt zum Audio Interface. Hier ist in der Regel ein Klinkenkabel (6,3 mm) gefragt. Im USB Audio Interface wird das Signal gewandelt und wiedergabefähig an den Computer geleitet. Nun kannst du in deiner DAW die Mikrofonspur einschalten und die Aufnahme kann beginnen.


Mikrofon zum Singen und Rappen

Kommen wir als erstes zum Herzstück - dem Mikrofon. Falls du dich noch nicht zwischen einem dynamischen oder Kondensatormikrofon entscheidest hast, kein Problem: folgender Artikel verrät dir alles was du beim Kauf eines Gesangsmikrofon beachten musst. Hier bekommst du Informationen zu dynamischen und Großmembran Kondensatormikrofonen:

Klick auf das Bild, um direkt zur Gesangsmikrofon Kaufberatung zu gelangen!

Gesangsmikrofon kaufen Beratung auf Mikrofonwelt

 


USB Audio Interface

Ein USB Audio Interface dient als die Schnittstelle zwischen Mikrofon/Preamp und Computer. Hier kannst du wahlweise dein Mikrofon oder Mikrofonvorverstärker anschließen. Wenn du keine Studio Soundkarte verwendet möchtest, kommst du um ein gutes USB Audio Interface nicht rum.

USB Audio Interface: Produktübersicht

Weitere Details bekommst du hier:

Mehr Infos zum USB Audio Interface


Benötige ich einen Mikrofonvorverstärker?

Hier muss man dazu sagen, dass sich die Meinungen im Internet scheiden.

Manch einer ist vollkommen zufrieden mit der Vorverstärkung. Andere Nutzer raten wiederum zu einem zusätzlichen Mikrofonvorverstärker.

Grundsätzlich ist auch hier wieder die eigene Erfahrung gefragt. Ich persönlich habe gerne einen zusätzlichen Preamp verwendet. Aber im Grunde reicht diese Aufstellung zu Beginn. Bei Bedarf kann immer noch ein zusätzlicher Preamp gekauft werden.

Mikrofon Preamp: Beliebte Produkte

Nun fehlt dir nur noch ein passendes Stativ. Achte auch auf den Lieferumfang des Mikrofons. Möglicherweise musst du noch ein wenig Geld für ein XLR- und/oder Klinkenkabel sowie ein Mikrofon Popschutz und eine Mikrofonspinne einplanen. 


Recording & Bearbeitung

Nachdem letztlich die Hardware-Fragen geklärt sind, wird es Zeit an die Software zu denken. Auch hier kann es anfangs etwas komplizierter zugehen. Nach kurzer Zeit wirst du die nötigen Handgriffe aber locker beherrschen. die eigene Musik aufnehmen ist nämlich gar nicht so schwer, wie es sich zunächst anhören mag.

Auch hier sind noch einige Fragen zu klären. Fangen wir doch am besten direkt an:


Recording Software - Digital Audio Workstation

Meiner Meinung nach hilft es besonders gut, sich selbst einen visuellen Eindruck zu machen. Wie macht man das, ohne die Recording Software zu kaufen? Ganz einfach: Auf YouTube tummeln sich unzählige Tutorials zu allen möglichen Aufnahme Programmen. Schau dir einfach mal ein paar Beginner-Tutorials an, um einen guten Eindruck zu bekommen.

Eventuell ist dies aber auch gar nicht notwendig. Oftmals liegt einem Interface bereits eine (abgespeckte) Version von Cubase bei. Die Funktionen sind zwar beschränkt. Zum Aufnehmen und Bearbeiten der eigenen Musik sind jedoch alle Funktionen freigeschaltet.

Folgende DAWs sind einen Blick wert:


Steinberg Cubase Elements 9

ab 85,00 €

inkl. 19% ges. MwSt.

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Image Line FL Studio 12 Fruity Edition

ab 99,00 €

inkl. 19% ges. MwSt.

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MAGIX Music Maker 2017 Premium Edition

117,99 € 129,99 €

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VST - Virtual Studio Technology

Mit VST kannst du ganz einfach die Funktion deiner DAW erweitern! Das Internet ist voll mit gratis VST und warten nur darauf, entdeckt zu werden. Zwar gibt es auch hochwertige VST zum Kaufen. Für den Anfang reichen die kostenlosen Tools aber erstmal aus.

Einerseits kannst du Effekte wie Equalizer, Kompresser, De-Esser oder Reverb einbinden.

Aber auch virtuelle Instrumente gibt es zuhauf. Instrumente sind als VSTi gekennzeichnet. Auch hier gibt es vom Piano, über Gitarre, Synthesizer bis hin zu den ausgefallensten Instrumenten eine riesen Auswahl. Schließt du jetzt noch ein MIDI Keyboard an, kann das produzieren so richtig losgehen! Die VSTi lässt sich nämlich mit dem MIDI Keyboard in Echtzeit bespielen.


Mixing

Nachdem du mit deiner DAW Software die Tonspuren aufgenommen hast, geht es weiter mit dem nächsten Schritt: das Mixing.

Hierbei sei noch gesagt, dass du beim Abmischen den Klang deutlich verbessern kannst. Vorausgesetzt die Qualität deiner Vocal-Spuren stimmt. Demzufolge gilt es zuerst deine Aufnahme-Technik zu verbessern, bevor das Mixing beginnt.

Beim Abmischen geht es darum die einzelnen Spuren zu bearbeiten, um ein harmonisches Soundbild zu erzeugen. Das heißt jede Spur ist separat mit Effekten zu belegen, damit das bestmöglichste Ergebnis entsteht.

Für den Anfang reichen zur Bearbeitung deiner Vocal-Spuren folgende Effekte aus:

  • Equalizer
  • Kompressor

Bist du in der Lage, mit diesen Effekten umzugehen, kannst du dich an weitere wagen. Meiner Meinung nach sollte man sich zu Beginn erstmal auf die Grundlagen konzentrieren und diese sicher beherrschen.

 


Der Equalizer

Mit dem Equalizer kannst du beliebe Frequenzen bearbeiten. Der Equalizer gehört zum Standard Repertoire einer jeden Digital Workstation. Bist du dennoch mit dem Tool nicht zufriedenen, gibt es im Internet zahlreiche kostenlose und käufliche Alternativen.

Zu Beginn führt man einen Low-Cut – auch als Hochpassfilter bezeichnet - durch. Das heißt, dass alle Frequenzen unterhalb einer bestimmbaren Grenze komplett weggeschnitten werden. Beim Abmischen von der Stimme, liegt der Cut bei etwa 80-100 Hz.

Musik aufnehmen und mit Equalizer bearbeiten

Screenshot: EQuick von DMG Audio

Weitere Frequenzen
Menschliche Stimme: ca. 80 Hz bis 12 kHz

Grundfrequenz Sprache (Mann): ca. 120 Hz

Grundfrequenz Sprache (Frau): ca. 240 Hz

Konsonanten: ca. 1,5 bis 6 kHz

Zischlaute: ca. 5 bis 8 kHz

Eine Sache solltest du beachten: Nutze den Equalizer auch nur, wenn wirklich eine Besserung auftritt. Jede Aufnahmespur ist anders und manchmal sind es Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Achte darauf, konzentriert mich dem Gehör zu arbeiten, deinem Auge kannst du in dieser Hinsicht nicht wirklich trauen.


Der Kompressor

Ein Kompressor hat die Aufgabe, den Pegel zu beeinflussen. Dies geschieht, indem laute Signalspitzen reduziert und zugleich leise Passagen mehr Pegel bekommen. Insgesamt wirkt die Tonspur lauter und druckvoller. Bei zu hoher Kompression geht die Dynamik verloren und es kann zu Verzerrungen kommen.

Daher sollte auch der Einsatz eines Kompressors mit Bedacht geschehen. In diesem Fall gilt ebenfalls die Regel „Garbage in – Garbage out“. Sprich: wenn die Aufnahmespur nicht gelungen ist, kann auch ein Kompressor die Tonspur nicht retten.

Eine ausführliche Erklärung kannst du auf folgender Seite finden:

Wie funktioniert der Kompressor? Auf delamar.de

Als kostenlose VST kann ich dir den "Classic Compressor" empfehlen.

Classic Compressor zum Musik aufnehmen

Hier kannst du dir den Classic Compressor kostenlos downloaden.


Reverb, Delay, Hall & Co.

Du kennst Dich nun mit dem Equalizer und Kompressor aus und weißt, welchen Einfluss die Einstellungen haben? Dann geht es weiter mit dem nächsten Schritt. Jetzt kannst du deiner Stimme mit Effekten zusätzliches Volumen und Druck verleihen. Der Reverb schafft zum Beispiel einen räumlichen Klang. Klingt deine Aufnahme trocken, gibt ein Reverb etwas Natürlichkeit zurück, sofern man es nicht übertreibt. Ein Delay wiederum verleiht deiner Stimme ein Echo.

Es gibt unzählige Effekte und es würde wohl den Rahmen sprengen alle aufzuzählen. Somit sind auch enorm viele Spielereien möglich und der Fantasie ist keine Grenze gesetzt.  Deshalb sollte man meiner Meinung nach die Funktionen auf eigene Faust entdecken und sich nicht zu sehr an Regeln halten. Schließlich möchte man seine eigene Musik aufnehmen und dann sollte auch die eigene Vorstellung und vor allem der eigene Geschmack in die Aufnahme einfließen.

Der Equalizer sowie der Kompressor sind die Grundlagen, die du auf jeden Fall beherrschen solltest. Darüber hinaus schadet es aber nicht, mit verschiedenen Effekten zu experimentieren und für sich die optimale Zusammensetzung an Plug Ins zu finden.


Veröffentlichung

Jetzt weißt du, welches Equipment gebraucht ist und wie du es am besten einsetzt. Du kennst verschiedene Aufnahmeprogramme sowie die Möglichkeit, die Funktionen mit VST zu erweitern. Außerdem ist dir bewusst, welche Effekte du brauchst. Sprich: du weißt jetzt, wie du deine eigene Musik aufnehmen kannst.

Und das von Zuhause aus.

Jetzt liegt es also an dir, das Gelernte in die Tat umzusetzen und deinen eigenen Sound zu kreieren.

Doch die beste Musik nützt nicht viel, wenn du sie nicht richtig verbreitest. Daher möchte ich dir zum Abschluss noch verschiedene Plattformen vorstellen, auf denen du deine Musik hochladen bzw. verbreiten kannst.


Soundcloud

Auf www.soundcloud.com kannst du dir ein kostenloses Profil anlegen und deine Tracks hochladen. Außerdem kannst du Freunde hinzufügen und mit anderen Musikern kommunizieren. Hast du eine Webseite, ist es zudem besonders einfach, deine Tracks mit Soundcloud einzubinden.

Deine Songs lassen sich ganz einfach per Link weiter verbreiten.


YouTube

Natürlich ist auch YouTube keine schlechte Idee, um auch deine Musik aufmerksam zu machen. Achte hierbei darauf, ein gutes Thumbnail zu entwerfen, damit du die Aufmerksamkeit der Besucher weckst. Weiterhin solltest du dich in der YouTube Community beteiligen und die Videos anderer Musiker deiner Stilrichtung kommentieren. So generierst du direkt ein paar Klicks einer passenden Zielgruppe! Kannst du jetzt noch mit guter Musik überzeugen, verbreitet sich deine Musik mit der Zeit von alleine. Trotzdem musst du dafür den Grundstein schon selbst legen.


Foren & Facebook Gruppen

Im Internet gibt es zahlreiche Foren zu jeder Musikrichtung. Oft sind hier extra Threads für Musiker, die ihre eigene Musik aufnehmen, vorhanden. Achte aber darauf, dass deine Posts nicht nach Spam oder Werbung aussehen. Hilfreich ist es vor allem, wenn du direkt nach Feedback fragst. So kommt erst gar nicht der Verdacht einer Werbung auf und du forderst die User zu einer Handlung auf.

Du wirst merken, dass "nach Feedback fragen" durchaus effektiver ist, als wenn du etwas vorstellen möchtest. Denn bei ersterem schaffst du mit dem Besucher einen Dialog, während bei einer reinen Bekanntmachung nur ein Monolog entsteht und somit weniger Interesse erzeugt.

Wichtig ist vor allem, dass du mit konstruktiver Kritik gut umgehst und daraus lernst. Es heißt nicht, dass jeder es besser weiß. Dennoch schadet es nicht, sich mit anderen Perspektiven auseinander zu setzen und in seine eigene mit einfließen zu lassen.

Neben Internet-Foren gibt es auch viele Facebook Gruppen, in denen du deine eigene Musik vorstellen kannst. Natürlich kannst du dort auch jederzeit um Rat fragen, wenn du doch mal nicht weiter weißt.


Kommentare

Gesangsmikrofon: Das richtige Mikrofon für Studio & Live Recording 13. Oktober 2018 um 17:25

[…] Die Auswahl an Aufnahme-Mikrofonen scheint Neulingen schier unendlich. Dabei stößt man auf eine Vielzahl neuer Vokabeln und so wirklich schlau wird man daraus auch nicht. Als gutes Gesangsmikrofon halten dabei verschiedene Mikrofonarten her. Nach wie vor sind Großmembran Mikrofone mit Kondensator-Technik die beliebteste Wahl für die Gesangsaufnahme. […]

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